Projekt Glattrevitalisierung am Flughafen Zürich verzögert sich
Das Revitalisierungsprojekt an der Glatt am Flughafen Zürich verzögert sich, weil auf der Baustelle PFAS-belastete Böden festgestellt wurden. Systematische Bodenuntersuchungen zeigten, dass die zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen und die Uferböschungen der Glatt unterschiedlich stark mit PFAS verunreinigt sind. Unter anderem gelangten PFAS-Substanzen über geklärtes Abwasser in die Fliessgewässer sowie durch die früher oft praktizierte Klärschlammausbringung zusammen mit Pestiziden auf Landwirtschaftsböden.
Für die weiteren Abschnitte legt die Flughafen Zürich AG das Projekt jedoch vorläufig auf Eis: Solange auf Bundesebene keine klaren rechtlichen Vorgaben zum Umgang mit PFAS-belastetem Boden bestehen – insbesondere zur Einstufung als Sonderabfall und zu den Entsorgungskosten – seien Planungssicherheit und wirtschaftliche Tragbarkeit nicht gewährleistet. Die Flughafen Zürich AG betont, dass sie die Verzögerung der Revitalisierung bedauert, und fordert rasche politische Entscheidungen, um solche ökologischen Ausgleichsprojekte rechtssicher umsetzen zu können.
Die betroffenen Flächen des Projekts «Glattrevitalisierung» liegen ausserhalb des Flughafenperimeters. Die Schadstoffbelastung im Boden hat keinen nachweislichen Zusammenhang mit dem Flughafen oder dem Flugbetrieb. Das Projektgebiet und damit die betroffenen Böden liegen westlich des Flughafens und wurden bisher grösstenteils landwirtschaftlich genutzt.
Quelle
Webseite: https://newsroom.flughafen-zuerich.ch/projekt-glattrevitalisierung-verzoegert-sich/