PFAS–Check Schweiz
Auswirkungen von PFAS–Ewigkeitschemikalien  auf Mensch und Umwelt sowie nachhaltige Alternativen

PFAS in Hecht und Egli aus dem Zugersee

Im Zugersee wurden bei den Raubfischarten Hecht und Egli PFAS-Gehalte festgestellt, die die lebensmittelrechtlichen Höchstwerte des Bundes überschreiten. Der Kanton Zug hat deshalb einen sofortigen Verkaufs- und Abgabestopp für diese beiden Arten verfügt. Felchen und Rötel sind aktuell nicht betroffen.

Befund: Repräsentative Proben zeigen bei Hecht und Egli aus dem Zugersee deutlich erhöhte PFAS-Werte. Bei Felchen werden die Höchstwerte eingehalten.

Massnahme: Hecht und Egli aus dem Zugersee dürfen nicht verkauft oder unentgeltlich abgegeben werden. Der private Eigenverzehr bleibt erlaubt, wird jedoch zu Gunsten der Risikominimierung reduziert empfohlen.

Akutrisiko: Es besteht keine akute Gesundheitsgefahr beim gelegentlichen Verzehr.

Langzeitrisiko: PFAS können sich im Körper anreichern. Regelmässiger Verzehr über längere Zeit kann mit chronischen Gesundheitseffekten verbunden sein. Daher empfiehlt der Kanton Zug, den Konsum von Hecht und Egli aus dem Zugersee zu reduzieren.

Ursache: Der Kanton sieht Löschübungsplätze der Feuerwehr und frühere Fabrikareale in Seenähe als mögliche Ursache, wodurch PFAS-Substanzen in den See gelangt sind.

Quelle

Medienmitteilung Kanton Zug, 14.11.2025
Webseite: https://zg.ch/news/news~_2025_11_hohe-pfas-belastung-in-hecht-und-egli-aus-dem-zugersee-bestaetigt~.html