PFAS–Check Schweiz
Auswirkungen von fluorierten Chemikalien (PFAS) auf Mensch und Umwelt sowie fluor- und PFAS-freie Alternativen

Teflon (PTFE) – verständliche Übersicht zur Gesundheitsbewertung

1. Was ist Teflon?

  • Teflon ist der Markenname für PTFE (Polytetrafluorethylen).
  • PTFE gehört zur grossen Stoffgruppe der PFAS, unterscheidet sich aber deutlich von vielen problematischen PFAS (z. B. PFOA, PFOS).
  • Einsatz vor allem als Antihaftbeschichtung in Pfannen.

2. Warum gilt PTFE bei normaler Nutzung als eher unbedenklich?

  • Sehr stabiler Kunststoff: reagiert kaum mit Lebensmitteln.
  • Nicht wasserlöslich → geht bei normalem Kochen praktisch nicht in Speisen über.
  • Keine Bioakkumulation wie bei kleinen, mobilen PFAS-Molekülen.
  • Intakte Beschichtung = geringe direkte Gesundheitsgefahr.

3. Wann kann PTFE problematisch werden?

Starke Überhitzung:

  • Zersetzung erst ab ca. 350 °C (normale Brattemperaturen liegen darunter)
  • In der Praxis entsteht meist zuerst Rauch oder Brand des Öls, bevor PTFE relevant zerfällt.

Beschädigte Beschichtung:

  • Kratzer können zur Freisetzung kleiner PTFE‑Partikel führen.
  • Diese gelten nicht als akut giftig, sind aber aus Umweltsicht problematisch (Mikro‑/Nanoplastik).

4. Gesundheitsrisiken – kurz eingeordnet

  • Akute Vergiftung im Alltag: unwahrscheinlich bei sachgemässer Nutzung.
  • Langzeitrisiken: eher gering für den einzelnen Menschen beim Kochen.
  • Empfindliche Situationen: starke Überhitzung, alte oder stark beschädigte Pfannen.

5. Wo liegt das eigentliche Problem

Nicht primär beim Kochen, sondern beim Lebenszyklus von PTFE:

  • Herstellung: mögliche PFAS‑Emissionen.
  • Nutzung: Abrieb bei beschädigten Beschichtungen.
  • Entsorgung/Recycling: technisch zwar weitgehend zerstörbar (> 99,99 %), aber nicht überall gleich zuverlässig umgesetzt.

6. Abgrenzung zu „gefährlichen PFAS“

  • Nicht gleichzusetzen mit PFOA/PFOS: Diese sind klein, mobil, sehr langlebig und gesundheitlich deutlich problematischer.
  • PTFE: Grosses, festes Polymer. Kaum mobil, kaum Aufnahme in den Körper bei normaler Nutzung.

7. Fazit

  • Teflon/PTFE ist bei normaler Nutzung einer intakten Pfanne nur bedingt gesundheitsschädlich.
  • Das Risiko steigt bei Überhitzung, starker Beschädigung und im Hinblick auf Umweltbelastungen.
  • Die Diskussion sollte daher nicht nur die Pfanne, sondern den gesamten Lebenszyklus des Materials betrachten.

Quellen

Bundesamt für Risikobewertung vom 02.07.2025: https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-geschirr-mit-antihaftbeschichtung-aus-ptfe-fuer-das-braten-kochen-und-backen/

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