PFAS–Check Schweiz
Auswirkungen von fluorierten Chemikalien (PFAS) auf Mensch und Umwelt sowie fluor- und PFAS-freie Alternativen

PFAS in Schweizer Gemüse

Kurzbeschreibung der Untersuchung

Ein Testbericht des Konsumentenmagazins K-Tipp (Ausgabe 08/2026; publiziert 22.04.2026) zeigt: Auch in frischem Gemüse aus dem Schweizer Detailhandel können PFAS-Rückstände stecken. Untersucht wurde eine Stichprobe in einem Lebensmittellabor – im Mittelpunkt steht dabei vor allem Trifluoressigsäure (TFA).

Anzahl Proben

Für den Test wurden 25 Gemüseprodukte analysiert. Bei 16 von 25 Produkten wurden PFAS-Rückstände nachgewiesen.

Probenorte

Die Proben stammen aus dem Schweizer Detailhandel. Untersucht wurden u. a. Gurken, Kartoffeln, Rüebli, Kopfsalat und Tomaten. Der Bericht vergleicht zudem Ergebnisse nach Herkunftsländern (u. a. Schweiz, Italien, Spanien).

Analysemethoden

Die Proben wurden in einem Lebensmittellabor auf fünf PFAS-Verbindungen geprüft:

  • PFOS
  • PFOA
  • PFHxS
  • PFNA
  • Trifluoressigsäure (TFA)

Messergebnisse

In den belasteten Produkten wurde jeweils TFA gefunden. Besonders häufig betroffen waren laut Bericht Kartoffeln und Rüebli aus der Schweiz (insgesamt neun Nachweise in der Stichprobe).

Messwerte aus dem Bericht

  • Schweizer Kartoffeln/Rüebli: 14 bis 51µg/kg (Mikrogramm pro Kilogramm)
  • Höchster genannter Wert: 73µg/kg bei Tomaten aus Italien
  • Spanien: In der Stichprobe waren 2 von 7 Produkten belastet (genannt werden Gurken mit 15 und 16 Mikrogramm). Die übrigen waren frei von PFAS

Bio vs. konventionell (Beispiel Rüebli):

  • Bio: 14 bis 31µg/kg
  • Nicht-Bio: 39 bis 51µg/kg
    Hinweis: (Bio war damit in dieser Stichprobe tendenziell niedriger belastet – aber nicht frei von Rückständen.)

Fazit

    Der Bericht macht deutlich: PFAS-Rückstände können im Alltag auch in Gemüse vorkommen – und Bio ist nicht automatisch PFAS-frei, weil solche Stoffe über Umweltwege (z. B. Wasser/Bewässerung) in die Pflanzen gelangen können. Kritisch wird ausserdem angemerkt, dass es in der Schweiz laut Bericht keine ausreichenden Grenzwerte für PFAS in Wasser oder Lebensmitteln gebe. Als Vergleich wird ein dänischer Trinkwasser-Grenzwert für TFA von 9µg/L (Mikrogramm pro Liter) erwähnt.

Quellen

K-Tipp (Ausgabe 08/2026): https://www.ktipp.ch/artikel/artikeldetail/schweizer-gemuese-enthaelt-oft-pfas-rueckstaende

Webseite: https://www.20min.ch/story/schaedliche-pfas-zwei-drittel-gemuese-in-schweiz-mit-giftstoffen-belastet-103551929

Publiziert: 22.04.2026