PFAS im Kanton Bern
Kurzbeschreibung der Untersuchung
Im Kanton Bern wurden mögliche PFAS-Belastungen systematisch erfasst. Grundlage war eine Abfrage bei den Gemeinden zu früheren Feuerwehr-Übungsplätzen, Brandfällen und Feuerwehrdepots. Solche Standorte gelten als relevant, weil bei Feuerwehreinsätzen und Übungen früher PFAS-haltige Löschmittel eingesetzt wurden. Die Auswertung zeigt: Im Kanton Bern müssen zahlreiche belastete Standorte neu erfasst und voraussichtlich ein Teil davon saniert werden.
Standorte
Laut Bericht sollen über 550 Standorte neu in den Kataster der belasteten Standorte aufgenommen werden. Rund ein Sechstel davon könnte nach aktuellen Schätzungen sanierungsbedürftig sein – das entspricht fast 100 Standorten.
Erfasst wurden vor allem Orte, an denen PFAS-Belastungen durch Feuerwehreinsätze oder Übungen möglich sind. Dazu gehören:
- ehemalige oder aktuelle Feuerwehr-Übungsplätze
- Orte von Brandfällen
- Feuerwehrdepots
- weitere Standorte im Kanton Bern, die im Zusammenhang mit PFAS-haltigen Löschmitteln stehen könnten
Analysemethoden
Die Einschätzung basiert auf einer Umfrage des Kantons bei den Gemeinden. Dabei wurden Informationen zu Löschübungsplätzen, Brandfällen und Feuerwehrdepots gesammelt und ausgewertet. Auf dieser Grundlage wurde abgeschätzt, wie viele Standorte belastet sein könnten und welche finanziellen Folgen eine Sanierung haben dürfte.
Einschätzung
Ergebnisse der kantonalen Einschätzung:
- über 550 Standorte sollen neu als belastete Standorte erfasst werden
- etwa ein Sechstel davon gilt voraussichtlich als sanierungsbedürftig
- die Sanierungskosten werden auf rund 390 Millionen Franken geschätzt - dazu wurde im Jahre 2025 eine Rückstellung gebildet
Fazit
Der Bericht zeigt, dass PFAS für den Kanton Bern nicht nur ein Umwelt-, sondern auch ein Finanzthema ist. Da fast 100 Standorte saniert werden könnten, rechnet der Kanton mit Kosten von rund 390 Millionen Franken. Wie diese Sanierungen langfristig finanziert werden, ist politisch noch nicht abschliessend entschieden.
Quelle